Jänner 2011


 
Es ist Sonntag. Wisst ihr, so ein Sonntag den man hassen möchte. Keiner hat wirklich Zeit, dass Wetter ist frühlingshaft und man sitzt da, zieht sich die Decke übern Kopf und die Zeit verinnt, wie nasser Sand in einer Sanduhr...gar nicht.
Ein heftiger Streit änderte wieder einmal alles. Ich weiss noch immer nicht genau, ob ich darüber glücklich sein sollte oder nicht. Bin mir nicht im klaren, ist es die Gewohnheit, welche mich jetzt so alleine lässt oder doch mehr.
 
So liege ich auf meinem Sofa und lass erst den Abend, dann die Zeit davor und alle Momente Revue passieren, um mir selbst eine Antwort geben zu können. Es wird sicher eine Zeit dauern.
 
nun, morgen muss ich zum Augenarzt. Keine Ahnung, was er mir sagen wird. Ist es normal, dass man mit 45 die kleinen Centmünzen von nem Euro nicht mehr unterscheiden kann?! Die Antwort wird folgen.
 
Dann werde ich einen neuen Termin für meine Nachuntersuchung vereinbaren. Den letzten habe ich leider verschwitzt und ich gebe es zu, könnt mich selbst dafür bestrafen. Man gewöhnt sich wirklich so schnell an gewisse Sachen und vergisst dabei ziemlich fix, wie es einem vor 2 Jahren ergangen ist, die Todesängste, die Machtlosigkeit und die nervliche Zerissenheit.
 
Ruhe kann sehr schön sein, aber eben auch eine urgewaltige Lautstärke erreichen, so stark, dass einem das Herz erzittert, der Pulsschlag die Adern zerreissen möchte und das Pfeifen in den Ohren dem Kreischen von tausend Möwen gerecht wird.
 
Ich lebe und weil es so ist, wird mich die Zeit nicht nur mit Glück und dessen Ablegern überhäufen, sondern mich auch Schmerzen fühlen lassen.
 
Solche Tage wie heute sind die ärgsten Tage. Man versucht auf andere Gedanken zu kommen und rauscht immer wieder zum Ursprung zurück. Ich habe mir eine Schlaftherapie verordnet. Nix geholfen. 3 Stunden später wieder wach, noch munterer, noch verwirrter und Kopfweh.
 
Bilder, welche mein Leben bewegten, sind nicht sehr reichlich da. Die wenigen, die ich mitnehmen konnte, schaue ich mir an. In Gedanken fallen mir dabei so viele Geschichten dazu ein und ich muss lächeln.
 
Wie gern würde ich diese jetzt gemeinsam anschauen. Ein paar Kilometer können doch so viel Schmerzen verursachen.
 
Man sollte den Tag immer mit einem guten Gefühl abschliessen. Ich habe es versucht, aber es geht halt nicht immer.
 
Eine gute Woche wünsche ich Euch.

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