es ist ein langer text, aber bitte, bitte lesen

von Paolo Gelb, Mittwoch, 17. Oktober 2012 um 16:05 •
Schicksal, Bestimmung oder einfach nur Wunder
Schon immer hatte ich die Idee, Wünsche gen Himmel zu schicken. Erst sollten es einfache Zettel sein, mit Wünschen und Träumen, welche an Wunschballone Richtung Universum aufbrechen sollten.
Die Idee war, dies mit einem Kindergarten zu realisieren, denn was gibt es Schöneres, als Kinderwünsche. Sie sind ehrlich und ohne Hintergedanken.
Es war vor meiner „Begegnung mit einem Krebs“.
Ich kann´s wirklich nicht sagen, wieso es nie zustande gekommen ist, aber wahrscheinlich lag´s einfach daran, dass ich auf zu vielen Hochzeiten tanzte, die Ideen immer da waren, aber der Mut fehlte, aus einem Traum Wirklichkeit werden zu lassen.
Ich erzähle die Geschichte deshalb heute, weil ich jeden einzelnen Menschen nahe bringen möchte, an seine Träume zu glauben, denn es gibt sie……unsere Wunder.
Nun, als ich damals mein Melanom entfernt bekam, ich schlafwandeln in die Cafeteria schlürfte, knurrte nicht nur mein Bauch, ich hatte auch den unbändigen Drang, mit ner Tschig bewaffnet nen Kaffee zu schlürfen.
So saß ich einige Stunden dort, hatte sicher 5- 10 Stückerl Kuchen in mir, eventuell die selbe Anzahl an Kaffee´s und natürlich nen halben Nikotinschock, als ich am Abend dann wieder zu meinem Bettchen schwankte. Das Abendbrot ließ ich an mir vorbeizischen, denn die Wurschtbämme (wie wir Sachsen sagen) hätte wahrscheinlich einen ausführlichen Brechreiz ausgelöst.
Ja, ich saß auf meinem Bettschen, legte mich nieder und sinnierte über mein Leben und was passieren würde, wenn ich geh.
Komisch, ich stellte mir meine Beerdigung vor.
Jeden meiner Gäste konnte ich sehen, ich hörte die Musik und hoffte auf die Geschichten, welche sie erzählten. Mein größte Wunsch war, dass sie alle eine Geschichte zu erzählen hätten, welche sie mit mir erlebten, welche sie in ihren Herzen und in ihrer Erinnerung bewahrten….. und so ging`s ab ins Nirvana.
Plötzlich war ich nicht allein. Ich kann euch wirklich nicht sagen, wer oder was es war und am Ende spielte dies keine Rolle. Sicherlich, real betrachtet wird es mein Untergewissen gewesen sein und auch dies ist gut, denn es ist gut, überhaupt ein Gewissen zu haben und zu spüren.
Wenigen Menschen habe ich davon erzählt und es bewegt mich noch bis heute.
Wisst ihr, es kann auch ER gewesen sein, seine Engel oder eben einfach nur ein Wunder.
Der Teufel war es auf jeden Fall nicht, denn dann wäre das Ergebnis ein ganz Anderes gewesen und ich sicher nicht mehr hier. Wahrscheinlich säße ich mit irgendwelchen gehörnten Weibern, mit Hinkefuß, Warzen am ganzen Körper und einem bestialisch, animalischen Körpergeruch in der Dampfsauna.
Also müssen es Engel gewesen sein oder halt nur einer.
Ihr werdet jetzt sich fragen, was für Stoff ich nehme. Wer mich kennt wüsste, dass ich solche Dinge zu tiefst verachte und es daher nur ein leckerer Wein sein kann, der mich diesen Mist schreiben lässt, aber wirklich, es ist die Wahrheit und jetzt komme ich zu den Punkt, den ich sonst immer aus dem Auge verlier, warum ich die ganze Vorgeschichte schreibe.
Ich lag in meinem Bettschen und spürte ein wohlig-warmes Gefühl….um mich herum. Eine Geborgenheit, die ich so noch nie fühlte, aus wahrscheinlich im Bauch meiner Mama.
Es war sehr leise und dennoch war es, als wenn ich Musik hörte. Unerklärlich, denn die Musik war nicht so, dass man sie bewusst wahrnahm, man fühlte sie unterbewusst.
Er oder es sprach zu mir…..flüsternd und ganz sanft: „ Ich bräuchte keine Angst zu haben. Nichts Schlimmes würde passieren….nicht jetzt und auch nicht in der nahen Zukunft“
Ich konnte und wollte nicht fragen, wer oder was er/sie ist, denn das beschrieben Gefühl, lies mich IHM/ IHR hingeben.
Wir redeten über die Liebe, das Leben, das Gestern, Heute und Morgen und er/sie hätte mit mir etwas ganz Wichtiges zu besprechen.
„ Jeani, du kannst nicht gehen, du wirst nicht gehen, denn du hast eine Aufgabe!“
„ Ich haben eine Aufgabe? Welche, was muß ich tun?“ lautete meine Frage.
„ Schau dich um! Überall sterben Menschen, überall hassen sie sich, Oberflächlichkeit und Gleichgültigkeit bestimmen unseren Alltag und keine mag mehr vergeben. Liebe wird zum Kaufzwang und Achtung zum Nebenbegriff. Humankapital ist ein alltägliches Schlagwort und Glaube beansprucht einen 1. Platz. Menschen töten deswegen.“
„ Ich weiß, aber was soll ich daran ändern? Meine Bilder hatten dies zum Thema und niemand wollte dies verstehen“ versuchte ich ihm/ ihr zu erklären.
„ Jeani, wir möchten keine Tempel, Kirchen oder Statements für uns oder IHM. Du sollst einen Weg finden, euch Menschen einen weg zu zeigen, der euch wieder vereint, euch verbindet und die Grundfeste Aller soll die Liebe sein. Die Liebe zu sich selbst, zum Leben und dem ehrlichen Glauben“
Wir sprachen über Ideen, deren Realisierung und ich schlief ein. Wirklich, so einzuschlafen ist ein derartig, einzigartiges Gefühl, dass ich es mit Worten wirklich nicht beschreiben kann.
Jetzt sitz ich da, schreibe euch dies und kann es fühlen, genau wie damals.
Ja, „ Ein Himmel voller Träume“ ist genau das….. !
Eine einfache Idee belebt uns, regt zum Denken und Fühlen an. Sie verbindet uns und wirklich kein Schwein denkt daran, ob´s nen Haken geben könnte…. Null Hintergedanken.
Keine Konventionen in der Art, der Formen, im Glauben, Hautfarbe, Herkunft oder sonst was….alle machen mit.
Wir zeigen, dass es wirklich möglich ist und das wir alle eine Sehnsucht verspüren….. wir möchten LIEBEN, GLAUBEN und LEBEN!
Sadako und die 1000 Kraniche. Vorher hatte ich nie etwas davon gehört.
Eine ganz liebe Freundin erzählte mir von diesem Buch, dieser Geschichte und ich musste mir wirklich das Weinen verkneifen. 999 Kraniche……und sie konnte nicht leben, weil wir Menschen die Atomkraft missbrauchen.
1000 und mehr…..wir sollten die Geschichte verändern……
Ich glaube ganz ehrlich und niemand sollte mir jetzt Selbstzweck oder Egoismus unterstellen
Es ist wirklich meine Bestimmung und für mich ein wirkliches Wunder.
Ich bin stolz darauf, dass IHR alle mitmacht und diesem Traum wirklich eine Zukunft gebt.
Er wird leben….weiter wachsen und gedeihen.
Ich liebe euch dafür, dass nur Fragen zu dieser wunderschönen Idee kamen und niemand, wirklich niemand das Kennenlernen von La Hong oder Paolo Gelb im Vordergrund gesehen hat und noch stolzer bin ich darauf, dass die Kinder, ja die Kinder mitmachen.
Es ist unser aller Traum, sicher aus meinem Herzen, dem Herzen und der Seele von klein Paolo Gelb entsprungen, aber wir alle leben diesen gemeinsam und ihr werdet sehen…..ungeahnt groß ist der Himmel und unserer wird es werden….dank euch!!!
Ich sitz da, weiß was er mir damals sagen wollte und ich verstehe nicht nur, ich fühle es.
„ Den Himmel voller Träume und Wünsche“ es ist unsere Sehnsucht, unsere Lust aufs Leben, die uns den Glauben wieder geben wird….den Glauben an WUNDER!
Sie ist da…..die kleine Kuller, welche unsere Augen zu füllen vermag, welche den salzigen Geschmack hinterlässt, der trotzdem eine Süße hat, die wir lieben können und hoffentlich tausende Origami, mit Wünschen und Gedanken, mit Hoffnungen und aus Liebe gefaltet.

 

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