Kälte und Wärme

Kälte und Wärme, die daraus erwachsen kann
Nach einem durchwachsenen Tag, guten Gesprächen und enttäuschenden Meinungen fuhr ich nach Haus.
Schon beim Abstellen des Motors bimmelte mein EI- Phone und die Frage lautete: „ Paps, wollen wir noch eine Tschig rauchen und nen Kaffee schlürfen?“
Sicher, komm hoch…. antwortete ich.
Auch wenn es nicht immer wichtige Dinge sind, die wir besprechen, so sehe ich sie doch, mein Baby, mein Töchterlein.
Nun saßen wir da, Grey´s Anatomy läuft und mitten im „IchunterdrückmeinenTränenlauf“ knistern die Chip´s. Es war nicht nur die Tüte, nein es war auch der, sicher köstliche, Zerknackvorgang, der die Stimmung beeinflusste.
Ja, ich stellte fest, es ist wieder so weit. Die Serie nimmt meine Emotionen auf und ich verfall den Charakteren und Situationen.
Nach unserer abendlichen Einschlaf- und Gesprächstschig machte ich mir noch einen Kaffee, setzte mich hinaus zu der Kälte, beobachtete den Tanz des Rauches und es war ruhig, sehr ruhig.
Kein Vogel sang, keine Grille zirpte und nicht eine einzige Maus piepte.
Eigenartig, denn ich bildete mir ein, den Reif, die Feuchtigkeit des nächtlichen Sternhimmels beim Niederlegen hören zu können, wie sie die Blätter berühren und leise, ganz sanft, an ihnen herunterrinnen.
Es war Nacht. Der Mond ließ sich nicht auf seinen Weg beirren, streifte keinen einzigen Stern und die Wolken schienen einem Nachgewand gleich, ihn einzuhüllen.

Mir fiel ein, was vergangene Woche geschah und ich sage euch, es gibt sie wirklich….die Wunder.
Beim Aufräumen, Umräumen, Hin- und Herschieben der Möbel fiel mir ein klitzekleines Album in die Hände. Ich schwör bei Gott, ich habe diese Ding noch nie wirklich wahrgenommen, geschweige denn gesehen.
Ich schaute rein.

Glaubt mir, was mich da anschaute waren Bilder, Fotos die mein Herz durchdrangen. Ich spürte einen tiefen Schmerz, eine halbe Ohnmacht schien sich meines Körpers zu bemächtigen und ich bekam ein Gefühl, welches zwar unterbewusst 14 Jahre lang da war, aber ich in der Stärke, in solchen Dimensionen noch nie verspürte…… Sehnsucht und ganz dolles Vermissen.
Bilder, Fotos sind Erinnerungen. Es sind eingefangene Momente die unsere Emotionen für immer in sich aufnehmen.
Als Kinder saßen wir gemeinsam auf einer Bank. Ines legte beschützend und sehr liebevoll ihren Arm um mich und wir lächelnden….mit ehrlichen und offenen Kinderaugen. Ich muss ca. 5 Jahre alte sein und sie 10.
Ja, ich sah dieses Foto und mir schossen tausende Dinge durch den Kopf.
Gleich den nächsten Tag sendete ich Ihr bei Faselbuuuk dies Foto ohne Kommentar, denn ich war überzeugt, wenn sie es sehen würde und die geballte Ladung an Emotionen fühlen könnte, dann würde sie sich, sie müsste sich melden.
2 lange Wochen passierte gar nix. Der Stress lies mich dies nicht vergessen, aber betäubte mich.
Fortsetzung folgt……

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