Wie ich Ihn sah...

on Samstag, 11 Mai 2013. Posted in Lyrics

Ich sah dich nicht... ich sah dich nie... ich glaubte nicht an dich und doch habe ich dich fühlen können... wieso?

Ich war immer in deiner Nähe.

Wieso kann ich etwas fühlen, was ich nicht kenne, woran ich nicht glaube, was ich noch nie gesehen habe?

Du hast eine Seele.

Könnt ihr wirklich fliegen?

Ja, unsere Schwingen sind deine Gedanken, dein Glauben, deine Hoffnungen, deine Ängste, deine Wünsche, dein Träumen, dein Frieren, dein Empfinden, dein Leben, dein Erleben, dein Fühlen und dein Lieben.

Woran glaubst du?

Ich glaube an die Liebe und dass die Menschen ihren Glauben an uns nicht verlieren, denn ein Leben ohne Glauben, ist ein Leben ohne Liebe.

Darf ich deine Flügel sehen... sind sie weiß... sind sie aus Federn... wie sehen sie aus?

Ich werde mich dir zeigen.

UND ICH SAH... JA, ICH SAH EINEN ENGEL... MEINEN ENGEL! Ich sah ihn und wie er vor mir stand. Er schaute so voller Zärtlichkeit, so innig und die Luft die ihn umgab, sie schien in gleichmäßigen Tönen zu schwingen.

Es war Musik... Musik, die mir das Gefühl von Geborgenheit und doch sooo großer Sehnsucht gab. Ein Klang, der die Umgebung mit so viel Kraft umhüllte, der meine Atemluft zum Stillstand zwang und ich spürte, dass sich mein Herz zu füllen begann. Es füllte sich mit der Unendlichkeit der Sinne. Die Liebe, die auf den Wogen der Musik in meine Adern schoss, gab mir ein Gefühl der grenzenlosen Liebe und Wärme, die ich bisher immer so gesucht hatte. Ich war für diesen Moment unglücklich glücklich... denn ich sah... ich sah mich das erste mal... durch seine Augen, mit seinem Empfinden. Er stand vor mir... und eine rote Träne rann an seinem weißen Flügel herab. Sein Blick richtet sich auf mich und er fragte mich:

Bist du enttäuscht darüber, dass wir euch so ähnlich sind? Dass wir genauso verletzbar sind, wie ihr? Macht es dich traurig, dies zu sehen? Tut es dir weh?

Ich konnte ihm die Frage nicht beantworten, denn mein Herz verkrampfte sich auf eine Art und Weise, wie ein saftiger Apfel, der im Sonnenlicht die Wärme und Kraft des Sommers in sich aufnehmen mag und dabei die Gefahr des Vertrocknens übersieht, weil ihm die Geborgenheit des Lichts so gut tut. Es schmerzte so sehr... Er fühlte es wohl und meinte zu mir:

Du sollst meine Verletzung nicht fühlen, du darfst deshalb nicht traurig sein. Wir Engel sehen jeden Tag so viel Schmerz, so viele Dinge, die ihr euch immer wieder, Tag für Tag gegenseitig antut... wir brechen uns nun mal die Flügel dabei aber wir verlieren nicht den Glauben an euch... deshalb sind wir da, deshalb sind wir immer in eurer Nähe, genau deshalb könnt ihr uns nicht sehen... weil ihr uns fühlen könnt. Hast du dich nie gefragt, warum du die Traurigkeit kennst? Dich nie gefragt, wie du von der ersten Stunde deiner Geburt her lächeln kannst? Wir sind immer bei dir und versuchen mit all unseren Möglichkeiten, mit all unserer Liebe... dich zu tragen... auf unseren Flügeln. Du wirst es spüren, wenn du dein Herz öffnest, wenn du nicht aus Angst und deinem Sicherheitsdenken, den Rausch der Sinne übersiehst... wenn du die Freiheit deines Fühlens und deiner Gedanken in die Unendlichkeit des Himmels aufsteigen lässt... dann, ja dann, wirst du von uns getragen, beschützt und begleitet, auf all deinen Wegen... seien sie noch so schwer.

Und mir wurde klar, deshalb kann ich weinen, deshalb kann ich lachen, genau deshalb kann ich fühlen, deshalb bin ich im Stande... zu LIEBEN. Er gab mir den Glauben zurück, den Glauben an mich selbst, den Glauben an mein Tun, den Glauben an die Menschen... DEN GLAUBEN AN DIE LIEBE!

Er entschwand, es wurde ganz leis um mich herum und die Musik? Mein Herz schlug im Gleichklang mit meinen Gefühlen und dieser Musik... die unserer Seele den Moment der Einzigartigkeit verleiht.... denn wir sind es, genauso wie sie.... und dies vereint uns in der Unendlichkeit der Liebe.

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